Bäume sind lebende und wachsende Wesen, die in ständigem Austausch mit ihrer Umgebung stehen, sich ständig weiterentwickeln, sich selbst regenerieren und das Mikroklima ihrer Umgebung verändern. Architektur als Bäume – Bäume als Architektur zeigt, was es bedeutet, Architektur wie Bäume zu denken und zu bauen, indem lebende und nicht-lebende Elemente zu einer biologisch-technischen Verbundstruktur verschmelzen.
Baubotanik beschreibt eine Bauweise, bei der durch das Zusammenspiel von technischen Verbindungselementen und Pflanzenwachstum pflanzen-technische Verbundstrukturen entstehen: Einzelne Pflanzen verschmelzen zu einem neuen, größeren Gesamtorganismus, und technische Elemente wachsen in die Pflanzenstruktur hinein. Architektur als Bäume – Bäume als Architektur zeigt zwei miteinander verwachsene Bäume mit Wurzeln und Ästen. Die Installation umfasst zudem Darstellungen eines Baumkronenpfades und eines Baumes, der eine technische Verbindungsstelle überwuchert. Darüber hinaus befassen sich die Visualisierungen mit Themen wie dem Wechsel der Jahreszeiten und der Einbindung von Bäumen in das Wasser- und Energiekonzept eines Gebäudes sowie mit den Themen Zeit und der Umgestaltung des öffentlichen Raums.
Architecture as Trees – Trees as Architecture (Biennale 2025)
Was
Ausstellung
Wo
Venedig, IT
Wann
2025
Teilehmende
OLA Office for Living Architecture
Ludwig · Schönle · Rauscher
Baubotaniker · Architekten · Stadtplaner PartGmbB
Stuttgart, Germany
Ferdinand Ludwig, Daniel Schönle, Jakob Rauscher
Professorship for Green Technologies in Landscape Architecture
Technical University of Munich
Ferdinand Ludwig
Mitautoren
Christoph Fleckenstein; Oliver Storz; Cornelius Hackenbracht; Studio Umschichten; Sergio Sanna; allmannwappner; Ulrich Pantle; Alexander Wäsch
Technische Mitarbeiter
Felix Zimmermann; Philipp Endisch; IGMA University of Stuttgart; Stark Ingenieure; Transsolar; TOP Brandschutz; Carlo Scoccianti; green4cities; Christina Schmid; Kristina Pujkilović
Teammitglieder
Sarah Sutter; Aly Elsayed; Oliver Teiml; Andreas Desuki; Lorenz Boigner; Peter Schick; Steffen Raiber
Mit Dank an
Bruns Pflanzen-Export; TUM Gewächshauslaborzentrum Dürnast; Susanne Hackenbracht; Neue Kunst am Ried; Municipality of Nagold
Unterstützende
School of Engineering and Design, Technical University of Munich
Es wächst
Baubotanik Tree
Baubotanik bezeichnet eine Bauweise, bei der Bauwerke durch das Zusammenspiel von technischen Verbindungselementen und Pflanzenwachstum entstehen. Zu diesem Zweck werden lebende und nicht-lebende Elemente so miteinander verbunden, dass sie zu einer pflanzen-technischen Verbundstruktur verschmelzen: Einzelne Pflanzen wachsen zu einem neuen, größeren Gesamtorganismus zusammen, und technische Elemente wachsen in die Pflanzenstruktur hinein.
Baubotanik Footbridge (Wald-Ruhestetten, Germany)
Mit ihrer schlichten Struktur veranschaulicht der Baubotanische Steg den konstruktiven Ansatz der Baubotanik. 64 vertikal und 16 diagonal angeordnete Bündel aus Stecklingen der Weidenart »Salix viminalis« tragen eine etwa 2,5 Meter hohe Stahlplattform und ein darüber liegendes Geländer. Die Wurzeln der Pflanzen verankern das Bauwerk im Boden, während die technischen Bauteile von den Pflanzen überwuchert werden.
Entwurf: Ferdinand Ludwig, Cornelius Hackenbracht, Oliver Storz
Pratum in Caelo (Prato, Italy)
Die Skyline von Prato ist geprägt von historischen Türmen und Denkmälern in der Altstadt sowie von Wassertürmen und Industrieschornsteinen außerhalb der Stadtmauern. »Pratum in Caelo« ergänzt diese um ikonische Baumtürme: Mit ihren wachsenden Baubotanik-Strukturen und den rauen Betonkernen – Überresten eines Krankenhauses aus den 1970er Jahren – verbinden sie Vergangenheit und Zukunft. Im Park werden Baumschulen angelegt, um geformte Bäume für die Baubotanik-Strukturen zu züchten. Fehlgewachsene Bäume bleiben an Ort und Stelle und bilden einen Hain.
Wettbewerb 2016, 2. Preis
OLA Office for Living Architecture
mit Studio umschichten, Sergio Sanna, allmannwappner
House of the Future (Berlin, Germany)
Das Museum »Haus der Zukunft« zeigt Dinge, deren Form und Funktion noch unbekannt sind. Dieser Wettbewerbsbeitrag greift diese Vision mit einem Gebäude auf, dessen eigene Zukunft offen bleibt: Es wächst! Außen umhüllt ein großer, nach dem Prinzip der Baubotanik geformter Baum das Gebäude. Im Inneren steigt eine gewundene Rampe entlang der Fassade empor und ermöglicht es den Besuchern, die Baumkronen aus verschiedenen Höhen zu erleben. Die Baubotanik-Fassade spendet Schatten und kühlt das Gebäude, während Regen- und Grauwasser zur Bewässerung genutzt werden.
Wettbewerb 2012, 3. Preis
OLA Office for Living Architecture
mit Transsolar, Ulrich Pantle, Alexander Wäsch und Stark Ingiereure